Gemeinschaftliche Selbsthilfe

Die eigenen Probleme selbst in die Hand nehmen und gemeinsam mit anderen Betroffenen nach Lösungen suchen: Das ist Selbsthilfe!

Die gemeinschaftliche Selbsthilfe ist ein besonderer und wichtiger Baustein in der Versorgung von neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen.

Selbsthilfe / Selbsthilfegruppen

Das zentrale Merkmal der gemeinschaftlichen Selbsthilfe ist die gemeinsame, ähnlich erlebte Betroffenheit durch eine Erkrankung oder ein anderes Problem: Da muss nichts erklärt werden; alle kennen die Herausforderungen und Einschränkungen. Die Teilnehmenden lernen mit diesen umzugehen und persönliche Lösungen zu entwickeln.

In der Gruppe entsteht ein Zusammenhalt und eine Verbundenheit, die Verständnis und Trost gibt und Mut macht, Neues auszuprobieren. Menschen in einer Selbsthilfegruppe begegnen sich auf Augenhöhe und ohne professionelle Anleitung. In Nordrhein-Westfalen gibt es mehr als 10.000 Selbsthilfegruppen zu über 800 unterschiedlichen Themen.

So finden Sie eine Selbsthilfegruppe

Selbsthilfe-Kontaktstellen sind vor Ort Ihre Ansprechpartnerinnen für alle Fragen rund um die Selbsthilfe.
Sie kennen themenübergreifend die Selbsthilfegruppen in ihrer Region.

Selbsthilfe-Kontaktstellen beraten Sie als Betroffene oder Angehörige und vermitteln Sie in eine Selbsthilfegruppe oder im Bedarfsfall an eine andere Einrichtung im Sozial- und Gesundheitssystem.

Hier finden Sie die Selbsthilfe-Kontaktstelle für Ihre Region:

Hier finden Sie die Selbsthilfegruppen in Ihrer Region:

So wirkt Selbsthilfe

Selbsthilfegruppen zielen auf den persönlichen Austausch von Betroffenen vor Ort ab.

Darüber hinaus organisiert sich die Selbsthilfe in vielen Fällen themenspezifisch in Selbsthilfe-Verbänden. Diese bieten Ihnen weiterführende Informationen zu Ihrem Krankheitsbild und zu bestehenden Selbsthilfegruppen.

Hier finden Sie  nach Themen gelistet die Ansprechpartner:innen der Selbsthilfe-Verbände:

für Patient:innen

Die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe ist freiwillig, kostenlos und nicht gebunden an eine medizinische Behandlung.

Sie können sich jederzeit an eine Selbsthilfe-Kontaktstelle wenden und sich beraten lassen, ob eine Selbsthilfegruppe für Sie zurzeit eine gute Wahl ist.

Weiterführende Links:

für Ärzt:innen und Therapeut:innen

Wie helfen Selbsthilfegruppen mir in meiner ärztlichen und/oder psychotherapeutischen Arbeit?

Das Angebot der Selbsthilfe ergänzt und entlastet die ärztliche und psychotherapeutische Tätigkeit. Der Austausch in der Gruppe und die Auseinandersetzung mit der Erkrankung fördert die Mitarbeit und Mitverantwortung Ihrer Patient:innen.

Wenn Sie selbst mit Selbsthilfegruppen zusammenarbeiten, erfahren Sie mehr von den Alltagsproblemen mit Krankheiten und deren Bewältigungsstrategien. Sie erhalten authentische Rückmeldungen zu Erfahrungen mit Behandlungsmethoden oder zum Beispiel zu Wirksamkeit und Nebenwirkungen von Medikamenten.

Besonderes Merkmal der Selbsthilfe ist es, dass die Betroffenen ihren Austausch selbst gestalten. Während der Treffen findet keine professionelle Begleitung statt.

Weiterführende Links: